Patienten

Was ist ein Implantat?

Ein Implantat ist eine künstliche Zahnwurzel aus Titan oder Keramik, die anstelle des Zahnes in den Knochen eingebracht wird. Dazu wird in den Knochen ein Loch gebohrt, in welches eine passende Schraube aus Titan oder Keramik hineingeschraubt wird. Diese Schraube wird vom natürlichen Knochen umwachsen und hält dadurch in dem Knochen. Nach einer Einheilzeit von 4 bis 6 Monaten können dann die Implantate mit einem Zahnersatz versorgt werden. Die Einheilzeit ist abhängig von dem Knochenangebot, von dem Gesundheitszustand des Patienten (Raucher bzw. Nichtraucher) und der Art des Zahnersatzes. Der zeitliche Korridor kann von 1 Tag nach der Implantation bis zu 6 Monate dauern. Diese Fragen und die darauffolgende Vorgehensweise muss der Patient mit dem Behandler besprechen.

 



 

Was bedeuten Implantate für uns?

Lebensqualität

Schonung köpereigener Substanzen

festsitzender Zahnersatz gegenüber herausnehmbarem Zahnersatz

Jung zu bleiben

jugendliches emotionales Aussehen

den Knochenabbau zu verhindern



 

Was kosten Implantate?

Je nach chirurgischem Eingriff zwischen 1.600,--€ und 3.500,--€ inklusive des dazugehörigen Zahnersatzes pro Implantat.


 

Wie kommt es zu diesem Preisunterschied?

Es sind die Kosten für die Chirurgie zu unterscheiden. Es ist zu überprüfen ob im Vorfeld das knöcherne Lager (es muss genügend Knochen zur Implantation vorhanden sein) wieder aufgebaut werden muss. In diesem Zusammenhang können mehrere operative Eingriffe nötig sein wie z.B. der Knochenaufbau mit körpereigenem Knochen oder synthetischen Materialien, mit Spenderknochen oder mit Knochen tierischer Herkunft. Beim Knochenaufbau kann es dazu kommen, dass die Wangenschleimhaut direkt am Kieferkamm ansetzt. Für den langzeitigen Erfolg ist es wichtig, dass die Implantate von einer auf dem Knochen verankerten Schleimhaut umgeben sind. Der Eingriff dazu nennt sich Mundvorhofplastik oder Schleimhauttransplantation. Es ist also durchaus möglich, dass der Patient in der ersten Operation die Schleimhaut gemacht bekommt und später der Knochenaufbau operiert wird. Je nach Material gibt es hier zeitliche Unterschiede.

Zwischen 3 und 6 Monaten später werden die Implantate inseriert, so dass insgesamt 3 operative Eingriffe nötig sein könnten. Bei extremen kosmetischen Anforderungen in der Front können auch bis zu 4 oder 5 OP´S notwendig sein. Je nach Gegebenheit ergibt sich somit die Streuung zwischen 1.600 Euro und 3.500 Euro und bei schwierigen Situationen gegebenfalls auch mehr.

 

Womit wird der Knochen aufgebaut?

Synthetische Materialien
Der Knochen kann mit synthetischen Materialien z.B. Tricalciumphosphat
(= in Deutsch) aufgebaut werden.
Vorteil dieser Materialien ist der Ausschluß der Übertragung
von Prionenerkrankungen wie z.B. Kreuzfeld Jacob Krankheit.
Nachteil ist der erhöhte Rückgang des aufgebauten Volumens
während der Umbauvorgänge, d.h. während der
Umwandlung in eigenen Knochen.


Tierischer Knochen
Es kann tierischer Knochen vom Pferd oder Rind verwendet
werden. In dieser Gruppe muss darauf geachtet werden,
dass die Antigenstrukturen mittels eines thermischen Prozesses
zerstört werden. Ansonsten besteht die Gefahr einer
Antigen-Antikörperrekation, die das Knochenersatzmaterial
abstößt.


Menschlicher Knochen
Menschlicher Knochen, der von Körperspendern gewonnen
wird. Auch in dieser Gruppe besteht das Übertragungsrisiko
von Prionen. Das Übertragungsrisiko ist sicherlich größer als
bei gezüchteten Tieren, da der Mensch im Laufe seines
Lebens tierische Produkte als Nahrung aufgenommen hat.
Es stellt sich hier die Frage, ob das Risiko zur Übertragung
von Prionen durch die Nahrungsaufnahme größer als durch
die Implantation von menschlichem Knochen ist.
Diese Fragen muss sich jeder Patient selbst beantworten und
dies ist abhängig von seiner individuellen Nahrungsaufnahme.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Richtlinien
zur Aufarbeitung von Knochenersatzmaterialien seitens des
Gesundheitsministeriums so klar defi niert sind, dass eine
Krankheitsübertragung nahezu ausgeschlossen werden
kann. Außerhalb der Bundesrepublik Deutschland gelten hier
zum Teil sehr einfache landesübliche Gesetze, so dass von
einer Transplantation abzuraten ist. (GUS-Staaten und dritte
Weltländer)

Eigener Knochen

Eigenknochen ist die sicherste Art der Transplantation. Hier
wird der Knochen entweder aus dem Unterkiefer, Oberkiefer
oder aus der eigenen Hüfte entnommen. Die Entnahmestellen
heilen in der Regel komplikationslos aus.



 

Was ist mit Implantaten alles möglich?

Teleskoparbeit

herausnehmbarer Zahnersatz mit teleskopierenden Verbindungselementen auf Implantaten
 

herausnehmbarer Zahnersatz mit Steg als Halteelement






 

Festsitzender Zahnersatz mit Kronen




 

Festsitzender Zahnersatz mit Brücken über mehrere Implantate


 

Sie wollen noch mehr Informationen?

Das ist unsere Patienten-Aufklärungs-CD. Anhand von Animationen mit akkustischen Erklärungen werden Sie mit dem Begriff „Implantat“ vertraut gemacht. Sie können zwischen verschiedenen Bereichen navigieren, um schneller spezifische Informationen zu erlangen.  

Bestellen können Sie diese CD auf unserer Webseite (www.bpi-implants.com).

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Kugelanker

Herausnehmare Prothesen mit Kugelankern werden vorwiegend bei zahnlosen Patienten unter Verwendung von 2 , 4 oder 6 Implantaten eingesetzt.






 

Download unserer Patientenbroschüre

Hier können Sie unsere neue Patientetbroschüre als PDF-Dokument auf Ihren Computer herunterladen.