Womit wird der Knochen aufgebaut? Synthetische Materialien Der Knochen kann mit synthetischen Materialien z.B. Tricalciumphosphat (= in Deutsch) aufgebaut werden. Vorteil dieser Materialien ist der Ausschluß der Übertragung von Prionenerkrankungen wie z.B. Kreuzfeld Jacob Krankheit. Nachteil ist der erhöhte Rückgang des aufgebauten Volumens während der Umbauvorgänge, d.h. während der Umwandlung in eigenen Knochen. Tierischer Knochen Es kann tierischer Knochen vom Pferd oder Rind verwendet werden. In dieser Gruppe muss darauf geachtet werden, dass die Antigenstrukturen mittels eines thermischen Prozesses zerstört werden. Ansonsten besteht die Gefahr einer Antigen-Antikörperrekation, die das Knochenersatzmaterial abstößt.
Menschlicher Knochen Menschlicher Knochen, der von Körperspendern gewonnen wird. Auch in dieser Gruppe besteht das Übertragungsrisiko von Prionen. Das Übertragungsrisiko ist sicherlich größer als bei gezüchteten Tieren, da der Mensch im Laufe seines Lebens tierische Produkte als Nahrung aufgenommen hat. Es stellt sich hier die Frage, ob das Risiko zur Übertragung von Prionen durch die Nahrungsaufnahme größer als durch die Implantation von menschlichem Knochen ist. Diese Fragen muss sich jeder Patient selbst beantworten und dies ist abhängig von seiner individuellen Nahrungsaufnahme. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Richtlinien zur Aufarbeitung von Knochenersatzmaterialien seitens des Gesundheitsministeriums so klar defi niert sind, dass eine Krankheitsübertragung nahezu ausgeschlossen werden kann. Außerhalb der Bundesrepublik Deutschland gelten hier zum Teil sehr einfache landesübliche Gesetze, so dass von einer Transplantation abzuraten ist. (GUS-Staaten und dritte Weltländer)
Eigener Knochen Eigenknochen ist die sicherste Art der Transplantation. Hier wird der Knochen entweder aus dem Unterkiefer, Oberkiefer oder aus der eigenen Hüfte entnommen. Die Entnahmestellen heilen in der Regel komplikationslos aus. |